Therapieschwerpunkte - Logopädie Silke Kittler

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Aphasie

Eine erworbene Störung der Sprache. Dies resultiert aus einer Schädigung des Gehirns im Bereich des Sprachzentrums (durch z.B. einem Schlaganfall). Von einer Aphasie spricht man, wenn vor dem Ereignis der Spracherwerb bereits abgeschlossen war. Es sind immer die Bereiche Verstehen, Sprechen, Schreiben, Lesen und die Linguistik (wie z.B.: Wortschatz, Grammatik, Pragmatik etc.) betroffen. Diese Bereiche können allerdings im unterschiedlichen Ausmaß betroffen sein.


Artikulationsstörung

Eine Artikulationsstörung ist eine Abweichung bei der Aussprache von Lauten bzw. Lautverbindungen aufgrund von sprechmotorischen Problemen.
Bei Artikulationsstörungen entspricht die Lautbildung eines oder mehrerer Laute nicht dem sogenannten "Standardmuster" einer Sprache, d.h. ein Laut wird nicht oder falsch gebildet. Am häufigsten sind im Deutschen die Zischlaute davon betroffen (z.B.: “Lispeln”).

Phonetische  Störung
Eine phonetische Störung kennzeichnet sich dadurch, dass ein Kind einen Laut konstant fehlbildet oder ihn durch einen nicht muttersprachlichen Laut ersetzt. Dabei handelt es sich um Schwierigkeiten bei der motorischen Realisierung des Lautes (z.B.: wird das “s” mit der Zunge zwischen den Zähnen gebildet). Es handelt sich also um eine Sprechstörung.
Ursachen können mundmotorische Defizite sein (z.B.: mangelnde Beweglichkeit oder Fehlhaltungen der Zunge), taktil-kinästhetische Defizite (z.B.: mangelhafte Sensibilität im Mundraum) oder auch ein fehlerhaft eingeprägtes Artikulationsmuster.
 
Phonologische Störung
Bei der phonologischen Störung handelt es sich um Lautverwendungsfehler. Sie treten auf, wenn Kinder Schwierigkeiten beim Erwerb des phonologischen Regelsystems haben, d.h. sie können die Laute zwar isoliert motorisch korrekt bilden, zeigen aber Probleme bei der regelhaften Verwendung (z.B.: dauerhafte Ersetzung von “t” statt “k”: Kuchen -> Tuchen). Hier handelt es sich um eine Sprachstörung.


Audiogene Sprachstörung

Verschiedene akustische Reize wie Geräusche, Sprache, Musik, etc. stimulieren von Geburt an unsere Hörbahnreifung, die etwa mit einem Jahr abgeschlossen ist. Das Kind lernt während dieses Entwicklungsprozesses die verschiedensten Alltagsgeräusche zu unterscheiden, Stimmen bekannten Personen zuzuordnen und wichtige von unwichtigen Geräuschen zu unterscheiden und ggf. auszublenden bzw. zu ignorieren. Damit sich das System Sprache richtig entwickeln kann, sind das Hören, Erkennen, und Verstehen von Sprache wichtige Elemente, die dafür die nötige Voraussetzung bilden. Durch eine angeborene oder schon früh erworbene Hörstörung kann ein Kind Sprache nur mit Mühe erwerben. Für einen adäquaten Spracherwerb muss es in der Lage sein, Laute genau zu hören, denn nur so kann es sie richtig unterscheiden und sprechen lernen, was auch für den späteren Schriftspracherwerb eine wichtige Rolle spielt.


Dysarthrie

Verschiedene Störungen des Sprechens, die durch erworbene Schädigungen des Gehirns  bzw. der Hirnnerven und der peripheren Gesichtsnerven verursacht werden. Es können dabei sowohl die Steuerung als auch die Ausführung der Sprechbewegungen eingeschränkt sein. Dadurch kann die Artikulation von Lauten verformt bis unverständlich verwaschen klingen. Zudem ist die Stimme und die Atmung mit beeinträchtigt. 


Dysphagie

 Störung des Schluckaktes beim Trinken, bei der Aufnahme fester Speisen oder beim Schlucken des eigenen Speichels. Hier ist vor allem das Erlernen von Schluckschutztechniken, Muskelaufbau und Beratung von zentraler Bedeutung.


Dysphonie

Klangveränderung der Stimme. Dies kann unterschiedliche Ursachen haben: organisch, funktionell oder psychogen. Bei einer Stimmstörung sind vor allem die Bereiche Körpertonus, Atmung und Stimmgebung als Einheit zu betrachten.


Laryngektomie

Laryngektomie ist eine medizinische Operation, bei der der Kehlkopf komplett oder teilweise entfernt wird. Die Ursache liegt in den meisten Fällen bei einer Krebserkrankung des Kehlkopfes oder des tiefen Rachens. Für die Therapie ist der Umgang mit einer Sprechhilfe, die Atmung, die Stimmgebung und das Schlucken von zentraler Bedeutung.
 

Lese- / Rechtschreibschwäche

Von Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) spricht man, wenn ein Kind das Lesen oder Schreiben in der dafür vorgesehenen Zeit nicht oder nur sehr unzureichend erlernt hat. LRS- Auffälligkeiten sind oft in den Bereichen: Schreiben, Lesen, gesprochene Sprache, Merkfähigkeit, Motorik und Verhalten zu erkennen.


Mutismus

Der selektive Mutismus ist eine nach vollzogenem Spracherwerb erfolgende Hemmung der Lautsprache gegenüber einem bestimmten Personenkreis. Die Hör- und Sprechfähigkeit ist erhalten. Der totale Mutismus ist eine nach vollzogenem Spracherwerb erfolgende völlige Hemmung der Lautsprache bei ebenfalls erhaltenem Hör- und Sprechvermögen. Schwerpunkte bilden hier u.a.: Vertrauen schaffen, Kontaktaufbau auf verschiedenen Ebenen, an sprachlichen Defiziten arbeiten, Beratung.


Myofunktionelle Störung
 
Hierbei handelt es sich um eine Störung der Muskulatur im Mund-Gesichtsbereich. Betroffen sind die Bewegungs- und Koordinationsabläufe sowie das muskuläre Gleichgewicht aller am Schlucken beteiligten Strukturen. Es kann zu Symptomen kommen wie z.B.: Inkompletter Mundschluss, Mundatmung, vermehrter Speichelfluss, sensorische und motorische Defizite der Zunge, unphysiologische Zungenruhelage und Vorverlagerung der Zunge beim Sprechen und Schlucken bei insgesamt unausgeglichener Muskelbalance im Mund-, Gesichts-, und Halsbereich. 


Neurologische Sprachstörung

Neurologisch bedingte Sprachstörungen treten häufig nach einem Schlaganfall oder einer Hirnblutung auf. Aber auch neurologische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose) können zu Auslösern werden. Betroffen sein können die sprachlichen Fähigkeiten, das Sprechen und das Schlucken.


Redeflussstörungen

Im Zentrum der Therapie steht Arbeit an der Eigenwahrnehmung, Körpertonus und Verbesserung der Sprechunflüssigkeit.

Poltern
Gekennzeichnet ist diese Störung durch ein überhastetes, unrhythmisches Sprechen und eine verwaschene bzw. undeutliche Aussprache. Satzteile bleiben häufig unvollständig oder werden wiederholt. Das Sprechtempo ist beim Poltern sehr hoch. Im Gegensatz zum Stottern ist den Patienten die Störung oft nicht bewusst.

Stottern
Eine häufige Unterbrechung des Sprachablaufes durch Wiederholungen von Lauten, Silben und Wörtern. Auch Dehnungen  oder Blockaden während des Sprechvorganges fallen hierunter.


Sprachentwicklungsstörung

Hiervon spricht man, wenn ein Kind sich auf mehreren linguistischen Ebenen nicht altersgemäß entwickelt. Die Verzögerung kann auf allen Ebenen gleich oder unterschiedlich stark sein. Betroffene Bereiche sind z.B.: Hörverarbeitung, Wortschatz, Grammatik und Sprachverständnis.


 
 
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